Wissenschaftlicher Beirat der PassivhaustagungEinreichungen von Abstract's mit sehr hoher Qualität - Programm der 14. Passivhaustagung in Dresden bringt den Durchbruch Am 4. Dezember tagte der wissenschaftliche Beirat der 14. Internationalen Passivhaustagung, die im Mai 2010 in Dresden stattfindet. Zu begutachten waren über 180 Vortrags-Einreichungen - und die Auswahl der Präsentationen viel den Beiratsmitgliedern in diesem Jahr sehr schwer. "Wir haben diesmal sehr viele erstklassige Beiträge"
äußert sich Prof. Dr. Wolfgang Feist, sonst eher bekannt
für Zurückhaltung. "Von einer großen Zahl in
der Praxis betriebenen und nun ausgewerteten Projekten liegen bereits
wissenschaftlich fundierte Berichte vor. Deren Ergebnisse sind äußerst
hilfreich für die weitere Entwicklung. Sie zeigen, wie und warum
Ansätze gut funktioniert haben - und auch, welche Technik anfällig
für weniger optimale Ergebnisse ist. Auch Sozialwissenschaftler
haben große Befragungen mit PH-Bewohnern gemacht - und die Statistik
mit anderen Neubauten verglichen. Für die Tagung in Dresden wird
das aufbereitet - und wir können mit den Autoren diskutieren." "Besonders wichtig ist mir als Architekt die Präsentation wirklich gelungener Passivhaus-Architektur", betont Beirats-Mitglied Gernot Vallentin. "Das Gerede über hässliche Energie-Spar-Architektur kann ich allmählich nicht mehr hören - insbesondere, wenn ich die Qualität der hier eingereichten Beispiel-Projekte ansehe. Dresden wird ein Highlight für rundum gute Architektur setzen, in der Funktion, Entwurf und Ausdruck harmonieren. Dafür wurde sogar ein eigener Architekturpreis ausgelobt." "Die Arbeit in der Passivhaus-Szene hebt sich wohltuend von den Rangeleien und Winkelzügen in anderen Teilen der Bauwirtschaft ab: Hier weiß der Fensterbaubetrieb, dass er von der Qualität der Lüftungsbauer abhängt - ebenso, wie umgekehrt. Es entsteht ein gemeinsames produktives Ringen um eine wirklich gute Lösung - das ist das eigentliche Geheimnis des Erfolges, und das ist es auch, warum man dabei gern mitwirkt" sagt Dr. Schulze-Darup, bekannt als Pionier für besonders energieeffiziente Sanierungen von Gebäuden im Bestand. Frau Prof. Zbasnik-Senegacnik lehrt Architektur and der Universität in Ljubljana (Slowenien): "Erstmals gibt es mit dem Passivhaus einen international, klimaübergreifenden Zugang zum energieeffizienten Bauen. Natürlich unterscheiden sich die optimalen Komponenten von Region zu Region: Aber die Methodik ist systematisch und zielführend. Das ist zugleich eine Chance für die internationale Kommunikation und für eine erfolgreiche regionale Entwicklung." Prof. Strauß (Bremen) vertritt die Gebäudetechnik: "Die zentralen technischen Komponenten sind inzwischen ausgereift - und wir freuen uns, dass bei der Lüftungs-Wärmerückgewinnung Europa inzwischen eine Spitzenstellung einnimmt. Immer noch gibt es aber sehr interessante Weiterentwicklungen, welche die energieeffiziente Technik noch kostengünstiger, kompakter und noch einfacher in der Handhabung machen". Dr. Rainer Pfluger (Uni Innsbruck, Österreich) ergänzt: "Und wir sind stolz darauf, dass hier viele mittelständische Unternehmen eigene Entwicklungsarbeit durchführen und verantwortlich eigene Märkte bedienen." Dr. Digel, (DBU - Deutsche Bundesstiftung Umwelt), Osnabrück, sieht gerade hier einen entscheidenden Vorteil des Ansatzes: "Die DBU hat immer auf die Innovationskraft gerade der kleinen und mittleren Unternehmen gesetzt. Das kommt bei der Passivhaus Entwicklung besonders klar zum Ausdruck: Substantiell bessere Dämmung, Fenster, die Energie gewinnen statt diese zu verlieren, Wärmerückgewinnung, die zugleich die Lebensqualität im Wohnraum verbessert - und das zusammengefasst in einem nachweislich funktionalen, für jedermann zugänglichen Baukonzept - deshalb sind wir dabei. Und es erfreut mich natürlich, dass bei den angenommenen Vorträgen auf der Tagung auch von der DBU geförderte Projekte vertreten sind." "Wir haben es schnell gelernt, dass hier bedeutende Chancen liegen", betont Volker Kylau (Staatsbetrieb SIB). "Der Betrieb hat nach den vorliegenden Erfahrungen beschlossen, kontinuierlich und auch bei seinen Altbauten mindestens nahe an diesem Standard zu bauen." "Das Passivhaus breitet sich international mit bedeutender Geschwindigkeit aus" - Prof. Jan Tywoniak betreut and der Technischen Universität Prag zahlreiche Forschungsprojekte zur Energieeffizienz. Sören Pedersen (Dänemark) ergänzt: "Endlich haben wir international vergleichbare Ergebnisse - und die von Anfang an mit Gebäuden, die für eine nachhaltige Zukunft geeignet sind." Lorant Krajcsovics (Bratislava) weiß von der Umsetzung in der Slowakei zu berichten: "Innerhalb weniger Jahre wurde das Passivhaus zum Entwicklungstrend. Und ich freue mich, dass nun schon die Erfahrungen der Kollegen aus der Slowakei auf der Tagung präsentiert werden können." Für Tanja Schulz (Passivhaus Institut) war es die zweite Beiratssitzung: "Ich hatte es ursprünglich nicht für möglich gehalten, wie wir bei so vielen Einreichungen in der begrenzten Zeit zu einem Ergebnis kommen sollten. Überrascht hat mich dann, wie wir dank der guten Vorbereitung bei allen Referee's, und dank der stringenten Gesprächsführung und Vorbereitung durch die Kolleginnen Cornelia Baumgärtner und Marlies Blücher konzentriert und sehr ernsthaft diskutierend allen Beiträgen gerecht werden konnten." Das Tagungsprogramm der 14. Internationalen Passivhaustagung,
28. - 29. Mai 2010 im Kongresszentrum Dresden CCD wird bis zum Jahresende
auf der Basis der Bewertungen des Beirates zusammengestellt und kann
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